Unsere Bauern:

Zu Besuch in Hovelange

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Claude Loutsch

Pro Jahr kommen in der Schweinezucht der Familie Loutsch 10.000 Ferkel auf die Welt. Rund 1.500 Tiere werden hier auch gemästet, die anderen Qualitätsferkel werden an einen Luxemburger Mastbetrieb verkauft. Das alles im Rahmen der „Marque Nationale Lëtzebuerger Schwéngefleesch“. Die 300 produktiven Zuchtsauen des Hofes sind in fünf Gruppen eingeteilt, alle vier Wochen werden 60 Säue gedeckt, die dann knapp vier Monate später zusammen ferkeln. „So bekommen wir die vom Mäster geforderten Ferkelgruppen von 720 bis 800 Stück zusammen“, sagt Claude Loutsch.

Drei bis vier Stunden am Tag nimmt das Füttern und die Kontrolle der Schweine in Anspruch. Das gesamte Arbeitsvolumen stemmt die Familie zusammen mit einem Mitarbeiter. Auf knapp 50 Hektar baut sie Brotweizen an sowie Energiepflanzen für die Kooperative „Biogas Beckerich“, in der sie seit 16 Jahren aktives Mitglied ist.

Auch wenn ihm der Beruf des Bauern grundsätzlich Freude bereitet, so ist Claude Loutsch wegen der Bedingungen und Umstände, unter denen er ihn ausführen muss, manchmal desillusioniert. „Als ich vor 20 Jahren nach meinem Schulabschluss und einem neunmonatigen Auslandspraktikum in diesen tollen Beruf eingestiegen bin, wollte ich einen Betrieb aufbauen, der es einem auch in Luxemburg ermöglicht, ein anständiges Leben zu führen. Ich denke, das ist mir geglückt, doch leider ist es durch die ständig wechselnden Auflagen, die Knappheit des Landes und den dadurch entstehenden Druck, aber auch durch das Preisdumping des Lebensmitteleinzelhandels in unserem Bereich fast nicht mehr möglich, eine rentable Schweineproduktion zu betreiben“, sorgt sich Claude Loutsch.

Überzeugt von der guten Haltung und der Qualität seiner Schweine, das Resultat der harten Arbeit, die auf seinem Hof geleistet wird, bietet Claude Loutsch dem Kunden das Fleisch auch in Direktvermarktung über den „Fierkelshaff“ an. Die positiven Rückmeldungen der zufriedenen Kunden motivieren ihn, weiterzumachen.

Warum lieber regional einkaufen?

Mit dem Kauf von Fleisch aus der Region unterstützt der Kunde die Höfe sowie die angegliederten Handwerksbetriebe wie Schlachthof und Metzger. „Wenn Ferkel in Luxemburg geboren, aufgezogen und geschlachtet werden, dann sind die Wege kurz und wir können nicht nur einen hohen Qualitätsstandard des Fleisches garantieren, sondern auch des Wohlbefindens der Tiere“, sagt Claude Loutsch.

In den kleinen Luxemburger Betrieben seien es keine Billiglöhner, die sich um die Tiere kümmern, sondern gut ausgebildete Mitarbeiter und ganz oft auch der Chef selber. „Die Produktion in Luxemburg unterliegt strengen Gesetzen und Auflagen, die auch kontrolliert werden, das macht sie natürlich teurer. Kauft der Kunde regionale Lebensmittel, sorgt er dafür, dass Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben und das Tierwohl sowie die Umweltstandards respektiert werden.“

Die Marque Nationale Lëtzebuerger Schwéngefleesch – die Tiere werden in Luxemburg geboren, aufgezogen und geschlachtet – steht für kurze Wege, Respekt des Tierwohls und beste Fleischqualität vom Luxemburger Bauern.

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