Unsere Bauern:

Zu Besuch in Pintsch

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David L’Ortye

Früh morgens schaut David L’Ortye zu allererst nach seinen Limousin-Rindern. Sein Betrieb in Pintsch ist auf die Mutterkuhhaltung spezialisiert und wird extensiv bewirtschaftet. Im Winter fallen da die üblichen Stallarbeiten an: füttern, einstreuen. Die Mutterkühe kalben das ganze Jahr über, so dass der Bauer täglich nach den Kälbern und den trächtigen Kühen schauen muss. Zu Jahresanfang müssen die Wiesen und Äcker vorbereitet werden, eine Zeit in der David L’Ortye alle Hände voll zu tun hat. In den Sommermonaten steht die Ernte und Herstellung von Heulage und Silage an, das Stroh wird gepresst. In dieser Zeit widmet sich der Landwirt vor allem dem zweiten Standbein seines Unternehmens: dem Gemüseanbau.

Zusammen mit COOPERATIONS Entreprises Socio-Culturelles betreibt David L’Ortye eine geschützte Werkstatt auf seinem Hof. Hier arbeiten Menschen mit Einschränkungen in der Gemüseproduktion. Zirka 40 verschiedene Kulturen werden in den drei Gewächshäusern und Freilandbeeten angebaut. Geliefert wird das Gemüse an das Restaurant von COOPERATIONS in Wiltz, an die Maison Relais in Wilwerwiltz und an lokale Privatleute. Auch das Fleisch aus der Mutterkuhhaltung vertreibt David L’Ortye in der Direktvermarktung.

 

Warum lieber regional einkaufen?

Menschen, die in der Nahrungsmittelproduktion arbeiten sollen den gleichen Lebensstandard genießen können wie diejenigen, die diese Lebensmittel konsumieren.

Dieser soziale Aspekt ist David L’Ortye wichtig: „Die Arbeiter im regionalen Gemüseanbau z.B. werden angemessen bezahlt und sind sozialversichert.“

 

Der Import von Lebensmitteln verursacht weltweit gesehen ein Ungleichgewicht der natürlichen Ressourcen das ganze Ökosysteme zerstört. Umwelt- und Wasserprobleme sind das Resultat einer Intensivierung der Landwirtschaft in Ländern, aus denen wir Ware importieren. 

„Die Nährstoffe und Energie, die eine Banane bei ihrer Reifung auf einer Plantage in Kolumbien z.B. aus dem Boden gezogen und in sich gespeichert hat, werden bei uns verwertet. Zuerst durch den Menschen, und dann landet schließlich noch der Klärschlamm bei uns auf dem Feld“, sagt der Landwirt.

In der EU gelten Gesetze zum Tierwohl und Naturschutz, die nicht in jedem Land der Welt garantiert sind. „Kauft man regional ein kann man sicher sein, dass die Lebensmittel gemäß dieser Standards produziert worden sind und die Menschen, die dafür gearbeitet haben, in guten Verhältnissen leben und arbeiten können.“

Regional einkaufen bedeutet, einen Beitrag für den Erhalt der Naturräume zu leisten.

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