Unsere Bauern:

Zu Besuch in Grevenmacher

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Laurence Duhr

Der Arbeitsplatz von Laurence Duhr sind die Weinberge: 10 Hektar verteilt über 40 Kilometer bewirtschaftet sie gemeinsam mit den Mitarbeitern des Guts „Château Pauqué“ mit Sitz in Grevenmacher, während ihr Vater Aby Duhr sich um die Produktion in der Kellerei kümmert. Muschelkalk, Tonmergel und Sandstein, das sind die Böden, auf denen ihre Trauben wachsen und die ihren Weinen den besonderen Charakter verleihen. Diese stammen zum Teil von Reben, die bereits 1939 gepflanzt worden sind und gären durch Hefearten, die natürlich im Weinberg und im Keller vorkommen.

„Ich lebe und arbeite im Rhythmus der Reben“, sagt Laurence Duhr. „Ich bin in der Pflege der Weinstöcke komplett abhängig von den Wetterbedingungen und vom Entwicklungsstadium, in dem sich die Pflanzen gerade befinden.“ Es ist diese Zusammenarbeit mit der Natur, die sie jeden Tag für ihre Aufgaben im Einklang mit der jeweiligen Saison motiviert. Im Winter werden die Reben geschnitten, dann angebunden und so auf den neuen Austrieb vorbereitet. Im Frühling beginnt die Rebblüte, im Sommer werden die Triebe ausgedünnt. „Im Herbst ist die Weinlese, zu diesem Zeitpunkt mache ich die Selektion der gesunden Trauben und sorge dafür, dass sie in den Keller kommen, wo sie gepresst werden und die Maische in die Tanks gefüllt wird“, erklärt Laurence Duhr.

 Warum lieber regional einkaufen?

 „Wir haben alle eine Verantwortung und geben bei jedem Einkauf unsere Stimme für oder gegen eine bestimmte Herkunft und Produktionsweise ab, indem wir ein Produkt kaufen oder eben nicht.“ Somit hat jeder Konsument einen direkten Einfluss auf den Klimawandel. Kürzere Transportwege haben nicht nur eine positive Einwirkung auf die Qualität von Obst, Gemüse und Fleisch, dies trifft auch auf den Wein zu.

Der Erhalt der Regionen, ihrer Kulturlandschaften und charakteristischen Produktionen hängt ebenfalls von der Unterstützung durch die Konsumenten ab.

„Über die Produkte aus der Heimat kann man die Region neu kennenlernen, sie anders erleben. Einen Bezug zu seiner Umwelt entwickeln und sich wieder daran gewöhnen, dass alles seine Zeit, seine Saison hat.“ In Zeiten der Globalisierung ist es möglich, Wein aus Australien z. B. für drei Euro die Flasche zu kaufen. „Wenn man dies allerdings hinterfragt, kommt man schnell zu dem Schluss, dass der nicht zu fairen Bedingungen produziert sein kann. Dabei sollte jeder Produzent von einem gerechten Handel leben können. Und dafür braucht es Konsumenten, die das mit ihrer Kaufentscheidung unterstützen“, sagt Laurence Duhr.

Man sollte global denken und beim Konsum lokale bzw. regionale Produzenten unterstützen.

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