Unsere Bauern:

Zu Besuch in Dippach

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Pierre Witry

Die meiste Zeit des Jahres verbringen die rund 45 Milchkühe, 30 Rinder, 15 Kälber und der Stier des Biohofs Witry auf den Weiden rund um den Betrieb. „Wenn das Wetter gut ist, sind sie Tag und Nacht draußen. Im Winter sind sie im Laufstall, doch wenn der Boden gefroren ist, dann lassen wir sie auch auf die Weide“, sagt Pierre Witry. Er führt den Hof zusammen mit seiner Frau Caroline Massard. Im Durchschnitt gibt eine dieser Kühe 25 Liter Milch pro Tag. Der Großteil davon wird an die BIOG-Molkerei geliefert, der Kunde kann die Bio-Milch auch direkt an der Milchtankstelle auf dem Hof kaufen.

2006 hat Pierre Witry mit der Umstellung des Betriebes auf biologische Landwirtschaft begonnen. Seit 2008 besitzt der Hof die Bio-Zertifizierung.

„Mir ist im konventionellen Landbau aufgefallen, dass ich immer mehr düngen und spritzen musste, um meine Erträge zu halten. Das machte für mich keinen Sinn mehr. Ich wollte auch aus dieser Abhängigkeit von der chemischen Industrie rauskommen“, erklärt Pierre Witry. Bio ist die Arbeitsweise, mit der er am zufriedensten ist. „Es ist für mich die richtige Bewirtschaftungsweise. Sie zeigt mir, dass Landwirtschaft auch im Einklang mit der Natur funktioniert.“

Von den 75 Hektar Land des Betriebes sind 40 Hektar Grünland. Der Rest ist Ackerland auf dem Weizen, Hafer, Erbsen und Bohnen angebaut werden, als Futter für die Kühe. Pierre Witry baut das Getreide und die Leguminosen in Mischkultur an, damit die Kulturen voneinander profitieren. So versorgen die Erbsen zum Beispiel das Getreide mit Stickstoff.

Der Biohof ist auch ein pädagogischer Bauernhof, um den sich Caroline Massard kümmert, die hauptberuflich als Grundschullehrerin arbeitet. „Sie hat in ihren Klassen festgestellt, dass viele Kinder keinen Bezug zur Landwirtschaft haben und nicht wissen, wo die Lebensmittel herkommen“, so Pierre Witry. Er selber ist auf dem Bauernhof aufgewachsen und hat nie einen anderen Beruf als Landwirt ins Auge gefasst.

Warum lieber regional einkaufen?

„Wenn man bei lokalen Produzenten einkauft, verschafft man sich einen Überblick über die Lebensmittelherstellung. Wir sind viel in Kontakt mit den Kunden, die auf unserem Hof einkaufen. Sie interessieren sich für die Produktionsweise und sehen sie mit ihren eigenen Augen. Sie bekommen so Vertrauen in die Qualität der Lebensmittel.“

Regional und saisonal einkaufen ist gut, wenn es dann noch Bio ist, umso besser!

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