Unsere Bauern:

Zu Besuch in Weiler zum Turm

Tanja Conter-Ruppert

Mit einer Herde von 40 Ostfriesischen Milchschafen haben Tanja Conter und ihre Schwiegermutter Fernande Conter-Lehners erste Erfahrungen in der Schafhaltung gemacht. Früher war der Hof in Weiler zum Turm ein reiner Milchkuhbetrieb. Alain und seine Frau Tanja Conter haben als Quereinsteiger den Hof der Großeltern übernommen, zum Viehbestand zählen heute 150 Schafe und auch wieder Milchkühe. Im Frühjahr, Sommer und noch Anfang Herbst weiden die Schafe auf den Wiesen der Schäferei An Dottësch. Für Fernande und Tanja Conter stand von Anfang an fest, dass sie etwas Besonderes machen wollten: und zwar Joghurt und Eis aus Schafmilch. „Die Milch der Schafe ist gesund und eine gute Alternative für Leute, die die Milch von Kühen nicht gut vertragen“, sagt Fernande Conter-Lehners.

Alle beide sind dem Verband für handwerkliche Milchverarbeitung in Deutschland beigetreten und haben dort Weiterbildungen absolviert in denen sie gelernt haben, aus Kuhmilch Käse und Eis zu machen. „Zu Hause haben wir uns dann in das Thema eingearbeitet, um auch aus Schafmilch Käse, Eis und Joghurt herzustellen“, erzählt Fernande Conter. Schritt für Schritt haben sie ihre Rezepte verbessert: „Zum Beispiel ist in den meisten Eissorten Magermilchpulver. Wir wollten aber unbedingt ein Produkt anbieten, in dem nur Schafmilch ist, also haben wir nach einem anderen Bindemittel gesucht. Schafmilch enthält auch mehr Fett, wir brauchen unserem Eis also keine Sahne hinzuzufügen.“ 

Das Obst für das Eis und die Joghurts kommt entweder aus ihrer eigenen Streuobstwiese (Mirabellen, Quetschen und Äpfel), ihrem Garten (Rhabarber), von der Familie (Himbeeren und schwarze Johannisbeeren) oder von lokalen Betrieben (Erdbeeren und Holunderblühten). „Wir sind froh, dass wir Produkte von Zuhause verarbeiten können. In unseren Lebensmitteln sind keine Aromen und keine Farbstoffe“, sagt Fernande Conter-Lehners, die das auch als guten Grund für die Kunden sieht, regional und saisonal hergestellte Esswaren zu kaufen.

Wir sind froh, dass wir Produkte von Zuhause verarbeiten können. In unseren Lebensmitteln sind keine Aromen und keine Farbstoffe.

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